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Model Driven - damals über- und heute unterschätzt?

25.02.2019

Erwecken aktuelle Micro-Service-Architekturen den Model-Driven-Ansatz aus dem Winterschlaf?

Vor fast 20 Jahren wurde von der OMG mit "Model Driven Architecture" ein Standard veröffentlicht, der viel versprach. Zwar hielten die obligatorischen Zwischenergebnisse der MDA der Praktikabilität nicht Stand, dennoch bildeten sich schnell Ableger, welche sich stark auf flexiblere und einfachere Modellierung konzentrierten. Die Werkzeugunterstützung stand dabei im Mittelpunkt. Heute sind nur noch in vereinzelten Großprojekten Spuren davon vorhanden. Sind dies die einzige Hinterlassenschaft, oder erwacht das Paradigma gerade im Zuge von Micro-Service-Architekturen zu neuem Leben?

Verfolgt ein Unternehmen die Strategie, gleiche Probleme auch gleich zu lösen, so bietet der Model-Driven-Ansatz - heute mehr denn je - eine Vielzahl von Potentialen. Die Einsatzgebiete erstrecken sich über die Themen Container-Plattform, Kommunikationsstil, transaktionales Messaging oder Datenmanagement.

Christian Donker

Christian Donker ist freiberuflicher Software-Architekt und unterstützt öffentliche Verwaltungen, Kunden aus der Finanzwirtschaft und der Automobilindustrie. Seine Schwerpunkte liegen in den Defakto-Standards Micro-Services und Continious Deployment. Für ihn ist der Erfolgsfaktor Nr. 1 die Automatisierung. Diesen Gedanken verfolgt er konsequent über die Grenzen des Quelltextes hinweg.